BIER ERLEBNIS UND MUSEUM E.V.
Dein Verein rund um die neue Biererlebnis Welt / das neue Bier Museum in München

MBEM e.V. weltweiter Top-Museums-Check

MBEM e.V. ist Deutschland und der Welt unterwegs. Auf der Suche nach Ideen und Anregungen für Münchens zukünftige Bier Erlebnis Welt. Erfahren Sie mehr zu den aktuellen Trends aus Unterhaltung und der internationalen Museumswelt. MBEM e.V. nimmt im Museums-Check die Welt der Museen unter die Lupe - stets auf der Suche nach Inspirationen für Münchens zukünftige Bier Erlebnis Welt. 


Biomuseo, Panama City, Panama

Inspiration und Vergleichsmaßstäbe für die zukünftige Bier Erlebniswelt in München holten sich die MBEM e.V. Vorsitzenden bei spektakulären Neuerungen in der Welt der Museen. Die Erkundungsreisen in 2018 führte das Vorstandstrio nach Panama und New York City.

In der mittelamerikanischen Metropole Panama City steht seit 2014 ein architektonisches Museumsjuwel, welches in Mut, Unvergleichlichkeit und Wow-Faktor kaum zu übertreffen ist. Das Biomuseo wurde vom Stararchitekten Frank Gehry entworfen. Mit der intelligenten und einzigartigen Verbindung von Außen- und Innenräumen betrugen die Planungskosten ca. EUR 50 Mio. (auch wenn es am Ende EUR 85 Mil. kostete). 

Das Biomuseo verwandelte erfolgreich ein ehemals verkommenes Stadtareal zu einer der meist besuchten Stadtattraktionen. Im Erscheinungsbild erinnert es an ein buntes Kartenhaus, innen überrascht es mit großzügigen Räumen, die in der Höhe beeindrucken und Großzügigkeit ausstrahlen. Ein Hingucker gefüllt mit Erlebniswelten zur Biovielfalt Mittelamerikas.

Die Austellungskonzepte des Biomuseo bestätigen die um alle Sinne kreisenden MBEM Planungsansätze: Detailreiche Gartenanlage, Multimedia Projektionen und Austellungsobjekte zum Begehen, Anfassen und Staunen. Im Mittelpunkt stehen lebensgroße Tiergestalten wie diese vor Millionenjahren durch Panama streiften. Die Größe der Gestalten und die museale, weiße Stilisierung beeindrucken jeden Besucher von nah und fern.






Fünf von acht Gallerien sind heute eröffnet. Ein riesiger Raum mit Projektoren an allen Wänden und der Decke präsentiert die Vielfalt von Arten, Pflanzen und Landschaften in Panama - beste Erlebniswelten! Konzept, Präsentation und das überwältigende, heitere und mutige Design überzeugen. Dank der schlichten, jedoch beeindruckenden Konstruktion von bunten Stahlplatten konnten die Baukosten erstaunlich gering gehalten werden. 

Das Gebäude befindet sich auf einer im Meer aufgeschütteten Landzunge. Zu zwei Seiten von Meer umgeben, eingebettet in eine Gartenstruktur, erhebt sich der Bau wie eine mittelamerikanische Fata Morgana vor Panama Stadt empor. Innen eröffnen sich sehenswerte Themenwelten zur Fauna und Flora von Panama - vom Anbeginn der Zeit bis zu den Umweltbedrohungen heute.
In einer außerordentlichen Sitzung der MBEM e.V. Vorsitzenden studierten und diskutierten wir Architektur, Museumskonzept und einzelne Elemente der Biomuseo Präsentation. Wir vergeben 5 von 5 Punkten im MBEM Museums Check!

Kernpunkt des Erfolges bildet die Auswahl des Architekten. Es benötigt einen weltweit erfolgreichen und  erfahrenen Star wie Frank Gehry um Meisterwerke wie das Biomuseo zu erschaffen.
Wir fragen uns, wie es MBEM e.V. schaffen könnte Frank Gehry für unsere Münchner Bierwelt als Architekten zu interessieren und zu gewinnen?











Landesmuseum Zürich, Schweiz

Das Landesmuseum Zürich eröffnete nach 20 Jahren Planung 2016 den modernen Erweiterungsbau. Die Pläne für diesen Neubau und die Museums-Erweiterung erstreckten sich mehr als 100 Jahre. MBEM war gespannt, welche Akzente das neue Museumsteam setzt.

Im MBEM Museums-Check besuchten wir zwei ständige Ausstellungen und eine Sonderausstellung.

Sonderausstellung „Stereomania – Die Schweiz in 3D“: In dem abgedunkelten Ausstellungsraum bemerkt jede*r Besucher*in, dass jung und modern als Motto gilt. Aufgeklappte Bücherattrappen erstrahlen mit leuchtenden, digitalen Illustrationen. Zahlreiche Personen halten Displays in den Händen. 

Die Mitte des Raumes dominiert ein langweilig aussehendes Bergrelief. Bei genauerer Betrachtung entdecken wir, dass erst die bereitstehenden Displays, dem Relief die Geheimnisse entlocken. Die Bedienung verlangt keine Kenntnisse. Sobald ein Display in Richtung des Bergrelief zeigt, erscheinen magisch die Namen von Orten und Berggipfeln. Das Display verändert sich sobald man sich entlang des Reliefs bewegt. Wir fliegen quasi blitzschnell über die Gipfel und Täler des Schweizer Mittellandes. Es funktioniert mit Schweizer Präzision. Umso bemerkenswerter, denn die Ausstellung dauert nur drei Monate.

Beim Eintritt in die Dauerausstellung zur Geschichte der Eidgenossenschaft grüßt erneut ein Relief – dieses Mal von der Wand. Neben der schmucklosen Dekoration läuft eine digitale Uhr, die rückwärts zählt. Daneben hängen kleine Lautsprecher die an die Ohren gehalten werden können. Als die Uhr auf null schaltet, wird die Wand zur Projektionsfläche. In kurzweiligen drei Minuten huschen sehr durchdacht arrangierte Symbole, Linien und multimediale Elemente über die Wand. Kein Film, sondern eine informative und klug durchdachte Präsentations-Show. 

Historische Ereignisse, Handelsrouten und wesentliche Orte werden regional zugeordnet und zielgenau auf die 3D-Karte projektiert. Die attraktive und unterhaltsame Show ersetzt, was früher auf mehreren lang-weiligen Schautafeln dargestellt wurde. Digital öffnet neue Welten!

Der sensationelle Goldschatz von Erstfeld bildet den Kern des ständigen Museums. Archäologie folgte über Jahrhunderte hinweg dem Prinzip von Fundstück und Vitrine. Die Züricher Vitrinen entfachen jedoch Staunen. Neueste Technik zieht Besucher*innen an. Die Vitrine des Goldschatzes aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. besitzt eher schlichtes Design. 

Die besondere Wirkung entsteht überraschend. Hinter den vier keltischen Halsringen beginnt das Museums Erlebnis. Auf der rückwärtigen Glasscheibe erstrahlt eine moderne Animation. In flinker Bildfolge huscht ein historischer Comic vorüber. Die einstigen Besitzer der goldenen Halsringe werden zum Leben erweckt und begrüßen die staunenden Betrachter*innen. Ein echter Hingucker. Welch cooler Museums Design.

Für die Archäologie lassen die Museumsmacher ebenso die verschwundene Naturwelt zur Zeit der Kelten aufleben. Den hinteren Ausstellungsbereich ist ein Raum mit Leinwand und Vielem zum Anfassen und Be-Greifen. Die interaktive Entdeckungstour lässt einen z.B. Getreidearten erraten oder Tierknochen zuordnen. Der eigentliche Clou liegt auf dem Boden. Je nachdem, auf welche Markierungen man steht, folgt eine andere Comic-Illustration auf der Leinwand. Z. B. huschen Wölfe oder Gewitterstürme vorbei. Archäologie wird mit allen Sinnen erlebbar.

Das Landesmuseum setzt neue Maßstäbe in die Interaktion mit Besucher*innen. Abwechslung und Innovation sind Trumpf! Toll: Die Dauerausstellungen wirkt auch fünf Jahre nach der Eröffnung aktuell und modern. Die Projektoren sparen Geld und Platz und sind wartungsarm. Zusätzlich ermöglichen diese Illustration einen schnellen Wechsel von Inhalten. Der Ideenreichtum der Museums- und Ausstellungsmacher fasziniert. 

Die neuen Museumspräsentationsarten sind höchst relevant für die zukünftige Bier Erlebnis Welt. Z.B. Eintauchen in die verborgene Welt der Bierkeller, Auferstehen historischer Ereignisse rund um Münchens Bier und ein Erlebnis von regionalen Zutaten oder Brauweisen. 

Das Landesmuseum Zürich weist neue Wege für die Museen der Zukunft!




Haus der bayerischen Geschichte, Regensburg

Eindruck schindet das Museumsgebäude. Alles an dem Gebäude wirkt, verglichen mit den historischen, kleinen Häuschen der Weltkulturerbe Stadt Regensburg, riesig und vielleicht sogar deplatziert. Das Ufo des von der Bayerischen Staatsregierung in München beschlossenen HdbG landete am Donauufer im Juni 2019.
Die Architektur zeigt auffällige Parallelen zu Meilensteinen moderner und Eindruck schindender Bauwerke. Es gibt außer in der monumentalen Lobby, keine Fenster. Dafür ein umso größeres, verglastes Loch in der Fassade, welches blumig als Domfenster bezeichnet wird. Warum ein Museum für bayerische Geschichte einen besonderen Bezug zu Regensburg berühmtesten, kirchlichen Bauwerk besitzen soll, ist unbekannt.

Im Inneren wuchtet ein weißer Lobby-Saal, der nach drei Seiten verglast wurde. Wenn es darum ging, jeder Besucher*in die eigene Bedeutungslosigkeit im Vergleich zur Großartigkeit bayerischer Geschichte vor Augen zu führen ist das überzeugend gelungen.
Die prägenden Spuren der Menschen sucht man vergeblich. Leider ein Eindruck, der sich im ganzen Bauwerk manifestiert.
Dennoch, das Gebäude beeindruckt. Größe ist eben doch entscheidend.

Mit einer langen, steilen Rolltreppe geht es zur ständigen Ausstellung. Die Show startet 1806. Das Datum ist königlich zu erklären, und Könige begleiten die Besucher*innen. So beginnt die Show mit Porträts von Königen und endet mit der Büste eines CSU-Politikers, der sich als solcher gern hat feiern lassen. Normale Bürger*innen leider haben im HdbG keinen Platz erhalten. Ein Eindruck, der zum Nachdenken anregt: Geschichte ohne Menschen, insbesondere ohne Frauen.

Jedes Museum entscheidet über das eigene Konzept und Exponate. Im HdbG fällt leider auf, dass Maschinen, Herrscher und Sport die Geschichte Bayerns prägten, laut der Dauerausstellung.
Wo bleibt die Würdigung der bayerischen Vielfalt? Wo die Erinnerung an die große Anzahl von Vergessenen die Bayern prägten? Darunter, als beliebige Beispiele genannt z.B. Emmy Noether (Mathematikerin) oder Christl-Marie Schultes (erste Pilotin)? Das im HdbG geprägte Geschichtsbild hängt leider schief und wirkt aus der Zeit gefallen.

So modern, faszinierend und inspirierend das Gebäude, desto diskussionswürdiger die Auswahl von Themen und Exponaten. Wir begeistern uns an der echten, von König Ludwig II, bei seinem unnatürlichen Tod im Starnberger See getragene und mit dem Todeszeitpunkt stehen gebliebene Taschenuhr. Der Prunkschlitten König Ludwigs II ist einmalig und wird wirkungsvoll präsentiert. Können diese Exponate, zusammen mit einem Militärrock von Bismarck jedoch die bayerische Geschichte bestens darstellen?
In einem überraschenden Nebenraum erleben wir das Urgestein Sepp Maier auf der Leinwand. Der Raum als Fußballstadion unglaublich kreativ hergerichtet, zeigt einen Film und feiert den FC Bayern München. Im Film findet sich keine Erwähnung von Frauen Fußball. Es fehlt jede Erwähnung der mannigfaltigen Vielfalt bayerischen Sports. Statt Begeisterung, bleibt ein fader und maroder Nachgeschmack.
Die Präsentation wirkt modern, reicht an heutige, innovative Museen leider nicht heran. Die Gestaltung wirkt aufwendig und teuer. Lobend sind Mitmach-Ecken, in denen Kostüme zur Anprobe bereitstehen. Ein netter, aber auch müder Gag auf Niveau von Volksfesten. Doch dass dem sog. „Flug zum Mond“ von Karl Valentin und Liesl Karlstadt gefühlt 20 Meter Ausstellungsfläche gewidmet werden, während, direkt daneben der Nationalsozialismus in eine winzige Schauecke gezwängt wird, in der nicht einmal zwei Personen Platz finden, kann nicht als museal gelungen deklariert werden. Wo bleibt die würdige Erwähnung des ersten und ermordeten bayerischen Ministerpräsidenten, Kurt Eisner? Wo eine nüchterne Auseinandersetzung mit der ultra-konservativen und reaktionären Bewegung, die grausam die Räterepublik nieder knüppelte? Der Verbindung zwischen den erzkonservativen, bayerischen Kräften und dem Aufstieg des Nationalsozialismus in Bayern wird keinerlei Beachtung geschenkt.

Gesamthaft wirkt es als ob im HdbG eher den Ereignissen gedacht wird, die als Triumph gefeiert werden können. Nur so ist zu erklären, dass die olympischen Sommerspiele 1972 groß und deutlich einen Platz erhielten, aber die olympischen Winterspiele 1936 irgendwie unter dem (nicht vorhandenen) Teppich verschwanden?
Die Oberflächlichkeit wird besonders sichtbar an den zahlreichen Automobilen. Sind wir in einem Verkehrsmuseum? Als Musik dröhnt zuvor Wagner und Orff’s dramatischer Chor aus Lautsprechern - für alle hörbar. Ist dies wirklich alles, was es zur Geschichte Bayerns zu erkunden gibt? Schaffen wir es nicht unseren Kindern mehr über die Nachkriegszeit mitzugeben, als einen US-Jeep? Ebenso verwirrt bleiben die Anhänger der Bierkultur zurück. Bierkrüge ohne thematische oder regionale Auswahl aufzustellen ist schwach. Wir feiern den neuen Aufenthaltsort von Carl Lindes originaler Eismaschine. Doch außer an der Wand aufgehängter Blechschilder von Brauereien gibt es keinerlei Informationen rund ums Bier oder z.B. die Hallertau. Auch die Eismaschine verpufft im beliebigen Kuriositätenkabinett des HdbG.

Uns wird ein oberflächliches Geschichtsbild serviert, das aus dem vergangenen Jahrhundert stammt. Baukosten betrugen ca. 100 Mio. Euro. MBEM freut sich, dass ein eindrucksvoller Bau die Museums-landschaft in Bayern großartig bereichert. Dies zeigt: Große, neue Museen sind möglich! Wer Fan von bayerischen Königen, Autos und dem FC Bayern ist, findet ein cooles Museum vor. Übrigens:
Im HdbG-Laden gibt‘s Allerlei, aber nur wenige, zusätzliche Infos über die bayerische Geschichte. Warum auch... ist doch alles im HdbG?



Whitney Museum of Art, New York City, USA 

 


Spektakuläres Kunstmuseum für EUR 550.- Millionen im ehemals herunter gekommenen Meat-Packing District.

NYC ist die Stadt der Superlative. Auch im Museumsbereich werden ständig neue Maßstäbe gesetzt. Einer dieser beneidenswerten Prachtbauten ist das 2015 eröffnete „neue Whitney“. Erbaut im ehemaligen Schmuddelviertel, ist heute Wahrzeichen eines der trendigsten Stadtareale (Meatpacking District). 

Entworfen vom Italiener Renzo Piano erscheint es eher als schmucklose Betonburg der modernen Kunst. Doch kaum betritt man die riesige Eingangshalle mit dominant in Szene gesetzten, mächtigen Fahrstühlen, neben offenem Buchladen und Restaurantbereich, fühlt man sich in einer anderen, spannenden Welt. Das sachliche Design gibt den Exponaten „Raum zum Wirken“ und Besuchern Freiraum zum Entspannen, Ablenken und Denken.

Überraschend komplexe Strukturen aus Glas mit einzigartigen Ausblicken nach draußen bleiben weltweit unvergleichlich. Acht Etagen bieten riesige 4.500qm Ausstellungsfläche. 

Auf den obersten 3 Etagen präsentiert sich neben der Kunst die Skyline Manhattans. Ein Kunstmuseum wurde zum ganzheitlichen Kulturtreffpunkt. Genial! Ganz oben gibt es schmackhafte Snacks und lokale Craft Biere.














Perez Art Museum in Miami, Florida, USA -


Hängende Gärten und beeindruckende Architektur begründen neue Innenstadt-Attraktion

MBEM e.V. sucht stets nach Inspriration und Beispiele für akzentsetzende Museen und Erlebniswelten. In Miami bietet das 2013 eröffnetet Pérez neue Horizonte und einzigartige Besuchserlebnisse.

Auf einer ehemaligen „Baulücke“ in der Innenstadt von Miami (direkt neben einer mehrspurigen Autobahnbrücke) wurde ein architektonisch bemerkenswertes Bauwerk geschaffen.

Als ausführendes Architekturbüro zeichnen die Schweizer Herzog & De Meuron verantwortlich. Herzog & de Meuron sorgten bereits in Deutschland z.B. mit der Allianzarena oder der Elbphilharmonie für höchste Aufmerksamkeit.

Einen gestalterischen Höhepunkt bilden im Art Museum die hängenden Gärten an der Außenfassade. Über die gesamte Höhe des Gebäudes erstrecken sich riesige, begrünte, lebendige und an Baumstämme erinnernde Attraktionen. Ungewöhnlich und sehr sehenswert! Neue Ideen denken!